Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer – schon im Free-Tier
Kleinunternehmer-Modus per Toggle. §19-Hinweis automatisch auf jeder Rechnung. Der Umsatz-Tracker im Dashboard zeigt, wie nah du an den Grenzen 25.000 € und 100.000 € bist. Free-Tier reicht für viele Kleinunternehmer.
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Warum Kleinunternehmer-Software anders ticken muss
Standard-Rechnungsprogramme sind für Regelbesteuerung gebaut. USt-Felder überall, automatische 19-%-Berechnung, Vorsteuerabzug-Module. Als Kleinunternehmer brauchst du nichts davon — und gerätst leicht in die Falle, versehentlich USt auszuweisen. Dann schuldest du sie dem Finanzamt nach §14c UStG, selbst wenn du Kleinunternehmer bist.
Hinzu kommt der Umsatz-Druck: Wer 24.000 € im Vorjahr hatte, muss in diesem Jahr aufpassen — sonst verliert er die Kleinunternehmer-Eigenschaft mitten im Jahr und muss rückwirkend USt nachberechnen. Ohne Live-Übersicht passiert das schnell.
Werkheft macht den Kleinunternehmer-Modus eingebaut, nicht nachträglich angeflickt.
Was der Kleinunternehmer-Modus kann
Ein-Klick-Aktivierung
Im Setup oder später unter Einstellungen einmal aktivieren. Alle Rechnungen werden ab sofort nach §19 UStG behandelt — kein USt-Ausweis, kein Steuersatz-Feld.
§19-Hinweis automatisch
Pflichthinweis 'Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet' wird automatisch auf jede Rechnung gesetzt. Du kannst die Formulierung anpassen.
Umsatz-Tracker im Dashboard
Live-Anzeige deines laufenden Jahresumsatzes mit der 100.000-€-Linie als Warnschwelle. Zusätzlich Anzeige des Vorjahresumsatzes für die 25.000-€-Schwelle.
Farbige Markierung bei Grenz-Annäherung
Nähert sich der Umsatz einer Grenze, färbt sich der Balken im Dashboard: ab 80 % gelb, ab 100 % rot. Du siehst früh, ob du Aufträge schieben oder bewusst zur Regelbesteuerung wechseln musst.
Kein §14c-Stolperdraht
Im Kleinunternehmer-Modus ist das Steuersatz-Feld nicht auswählbar — jede Position läuft mit 0 %. Eine versehentliche USt-Position kann gar nicht entstehen.
Free-Tier ab 0 €
Viele Kleinunternehmer kommen mit dem Free-Tier aus: 3 Projekte, alle Kernfunktionen. Erst wenn du mehr Projekte brauchst, lohnt Basic für 20 € im Monat.
Zu den Preisen →Häufige Fragen
Wann lohnt sich Kleinunternehmer als Handwerker?+
Wenn deine Kunden überwiegend Privatpersonen sind und du wenig Material einkaufst (also wenig Vorsteuer-Abzug brauchst). Bei B2B-Kunden ist die Regelbesteuerung meist besser, weil Geschäftskunden die USt eh als Vorsteuer abziehen — du wirkst dann nicht teurer durch USt. Bei hohem Material-Einkauf verlierst du als Kleinunternehmer den Vorsteuer-Abzug, das kann teuer werden.
Welche Umsatzgrenzen gelten 2026?+
Vorjahresumsatz darf 25.000 € nicht überschritten haben, laufender Jahresumsatz voraussichtlich 100.000 € nicht überschreiten. Beide Grenzen wurden zum 01.01.2025 durch das Wachstumschancengesetz erhöht (vorher 22.000 € / 50.000 €).
Was passiert wenn ich die Grenze überschreite?+
Bei Überschreitung der 100.000 € im laufenden Jahr endet die Kleinunternehmer-Eigenschaft sofort — alle weiteren Umsätze im selben Jahr sind regelbesteuert. Bei Überschreitung der 25.000 € im Vorjahr endet sie zum 01.01. des Folgejahres. Werkheft warnt dich im Dashboard wenn du dich der Grenze näherst.
Muss ich auf jeder Rechnung den §19-Hinweis bringen?+
Ja, das ist eine Pflichtangabe — sonst ist die Rechnung unvollständig. Werkheft setzt den Hinweis automatisch in jede Rechnung, sobald der Kleinunternehmer-Modus aktiv ist. Übliche Formulierung: 'Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.'
Was passiert wenn ich versehentlich USt ausweise?+
Dann schuldest du dem Finanzamt die ausgewiesene Steuer — auch als Kleinunternehmer, nach §14c UStG. Korrektur ist möglich aber aufwendig. In Werkheft kann das nicht passieren: Ist der Kleinunternehmer-Modus aktiv, wird jede Position mit 0 % geführt, das Steuersatz-Feld ist gar nicht auswählbar.
Kann ich später zur Regelbesteuerung wechseln?+
Ja, durch Optionserklärung beim Finanzamt. Achtung: Die Option bindet dich für mindestens 5 Jahre. Macht meist Sinn wenn du dauerhaft B2B-Kunden hast oder größere Investitionen mit Vorsteuer-Abzug planst.
Ratgeber zum Thema
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Stand: September 2026. Die Kleinunternehmer-Grenzen wurden durch das Wachstumschancengesetz zum 01.01.2025 erhöht (25.000 € Vorjahres-, 100.000 € lfd. Jahresumsatz). Quellen: §19 UStG, §14c UStG. Entscheidung für oder gegen die Kleinunternehmerregelung sollte mit Steuerberater abgewogen werden — sie hängt stark von Kundenstruktur und Material-Einkauf ab.